U15 - Mädels Meister (1)

Meister in der Bezirksliga der C-Juniorinnen 2018/2019, das war der Abschluss dieser Saison. Drei Jahre hatte die Mannschaft darauf hingearbeitet, angefangen in der Saison 2016/2017, in der U13 wurde kontinuierlich an diesem Ziel gefeilt.

Aber der Reihe nach. Nach einer Saison 2017/2018, in der vor allem an den individuellen Fähigkeiten und dem Zusammenspiel gearbeitet wurde und der erfolgreichen Integration der 2005er zum Ende der vergangenen Saison in die Mannschaft, war alles vorhanden, um die Saison durchzustarten. In der Qualifikationsrunde im Herbst 2018 verpasste man den Aufstieg in die Mittelrheinliga nur knapp. Mit einer Niederlage, einem Unentschieden und einem Sieg war man punktgleich mit dem Gegner im letzten Spiel. Im entscheidenden Spiel unterlag man dem direkten Konkurrenten in einem großartigen Spiel.

„Dann rocken wir halt die Bezirksliga“ war die Aussage des Trainers nach dem verlorenen Spiel in Birk. Favorit in der Bezirksliga waren die Sportfreunde aus Ippendorf. Unterlag man diesem Gegner doch in einem Testspiel zum Beginn der Saison mit 3:1. Mit einer Spielerin, die auch schon das Interesse großer Vereine geweckt hatte und in der kommenden Saison für die U17 des SV Menden die Schuhe schnüren wird, waren die Vorteile bei Ippendorf. In der U15 des SV Menden wurde aber mehr auf Breite gesetzt, was sich dann auch ausgezahlt hat.

Mit einem 2:0 gegen den 1. FC Rheinbach, einem 2:2 gegen den SSV Walberberg und einem 4:1 gegen TSV Wolsdorf wurde das Jahr 2018 auf dem 2. Platz beendet.

Zur Rückrunde gelang es einen Co-Trainer zu verpflichten.

Nach zwei Testspielen in der Vorbereitung nach der Winterpause traf man am 4. Spieltag auf den Favoriten Ippendorf. In einem guten Spiel beider Mannschaften setzte man sich dann mit 2:1 durch.  1. Tabellenplatz, mit einem Punkt Vorsprung.

5. Spieltag

In einem denkwürdigen Spiel in Köln beim DJK Südwest II mit einem 2:2 und einer fragwürdigen Entscheidung des Schiedsrichters, der ein Handspiel der gegnerischen Torhüterin zur Verhinderung eines Tores rund zwei Meter vor dem Strafraum nicht gesehen hatte, erzielte auch Ippendorf nur ein 1:1 in Rheinbach. Die Hinrunde war beendet. Ein Punkt Vorsprung.

6. Spieltag

Die Rückrunde starteten wir in Rheinbach. 3:0 stand es schon nach 20 Minuten und so spielte man das restliche Spiel in aller Ruhe zu Ende. Ippendorf gewann ihr Spiel ebenfalls, wieder einen Punkt Vorsprung.

7. Spieltag

Ippendorf verlor ihr Spiel in Köln mit 3:1, unser Spiel wurde verschoben. Auch wir verloren das Nachholspiel gegen Walberberg 3:1. Die schlechteste Saisonleistung, war man doch zu unkonzentriert, aber weiterhin ein Punkt mehr auf dem Konto.

8. Spieltag

Klassenfahrt zweier Stammspielerinnen und Ausfall unserer Spielmacherin Kira. Lösungen mussten her, also wurde noch die Kapitänin der U13 nominiert. Kim, eine 2007er, wurde nach dem Spiel zur Ersatzspielerin. Nach einem guten Spiel mit zu wenigen Toren stand es 1:0 für die eigenen Farben. Blick in die Staffel, auch Ippendorf gewinnt. Da war er wieder der eine Punkt.

9. Spieltag

Das direkte Duell Sportfreunde Ippendorf – SV Menden. Vor dem Spiel war klar, der Gewinner wird Meister. Ein sehr gutes Spiel beider Mannschaften. Ippendorf ging nach 7 Minuten 1:0 in Führung, das die Torschützin vorher rund zwei Meter im Abseits stand wurde leider übersehen. Das war auch der Halbzeitstand. In der 44. Minuten dann der Ausgleich. Kira, von der Verletzung genesen, erzielte den Ausgleich. Alle gaben sich schon mit dem Unentschieden zufrieden, aber da passierte es. In der 68. Minute ging Ippendorf in Führung. Noch zwei Minuten zu spielen, die Meisterschaft schien entschieden. Da hatte aber keiner mit dem Willen der Mendenerinnen gerechnet. Ein Foul im rechten Mittelfeld an Lenja ca. 40 m vor dem gegnerischen Tor. Es war die 69. Minute. Emily, unsere Kapitänin sicherte ab. Ausgeführt wurde der Freistoß von Joélle. „Alle anderen vor das gegnerische Tor“ kam es vom Trainerteam. Der Ball wurde hoch in den Strafraum gespielt und wieder war es Kira, die den Ball im Tor unterbringen konnte. 2:2, nur eine Minute nach dem Gegentreffer und nur eine Minute vor dem Abpfiff. Endlich, Abpfiff durch den Schiedsrichter, alles wieder offen und schon wieder der eine Punkt. Kim absolvierte ein hervorragendes Spiel, den Altersunterschied von bis zu 3 Jahren fiel überhaupt nicht auf.

10. und letzter Spieltag

Rechenspiele begangen. Ippendorf, Walberberg und Menden konnten noch Meister werden. Alle spielten gegen andere Gegner, daher gab es keinen direkten Vergleich. Bei einer Niederlage oder einem Unentschieden von Ippendorf und einem Sieg von  Walberberg reichte ein Unentschieden. Das Spiel von Ippendorf wurde auf den Dienstag vorverlegt, also sah man nach diesem Spiel frühzeitig die Ausgangslage.

3:0 gewann Ippendorf in Rheinbach. Nun war klar, dass Walberberg aus dem Rennen war, aber auch das nur ein Sieg zur Meisterschaft reichte.

Entgegen den bisherigen Spielen wurde nun anders aufgestellt, es ging um alles oder nichts und nun sollten nur diejenigen spielen, denen man es zutraute und die den Druck am besten aushalten konnten. 16 Spielerinnen wurden nominiert, auch Kim gehörte zu ihnen, daher konnten viele Spielerinnen nicht spielen. 5 Spielerinnen auf der Ersatzbank, es war klar, eine Spielerin konnte nicht eingesetzt werden. Kim wurde nach den letzten beiden Spielen zur Startelf berufen.

Schiedsrichter, leider wird im Kreis Sieg keiner angesetzt. Ein Betreuer des Gegners hätte pfeifen müssen. Daran sollte es nicht scheitern, da der Trainer doch selber Schiedsrichter ist. Eine WhatsApp, ein Telefonat, Check, ein offizieller und guter Schiedsrichter wurde angesetzt.

Alles war angerichtet.

Aufstellung: TW - 4 - 2 - 3 - 1

Miriam
Christine – Emily – Joelle – Kim
Lenja – Lotti
Luisa – Kira – Isa
Celina


Auf der Bank: Charlotte, Jule, Julia, Laura und Lara

Man begann sehr nervös, dies war für eine Spielerin zu viel. Nachdem sich diese übergab der erste Wechsel nach 10 Minuten. Die Nervosität legte sich danach und nun fing man an, Fußball zu spielen. Vorne wurden Chancen erarbeitet, hinten stand man sicher. Auch verletzungsbedingte Wechsel brachten keinen Bruch ins Spiel.
12. Minute und da war es das 1:0. Kira erzielte den Treffer. Jubel, aber noch zu früh, um sich sicher zu sein.
28. Minute, Celina im Laufduell. Im Strafraum konnte sie nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Den daraus resultierenden Strafstoß verwandelte Kira sicher zum 2:0.
Schockmoment, Joélle verletzte sich und musste noch vor der Pause ausgewechselt werden. Das war der 4. Wechsel, nun war klar, wer leider nicht spielen konnte, Tränen flossen.


Halbzeit.


Zu Beginn der zweiten Halbzeit das gleiche Bild, nur ein entscheidendes Tor wollte nicht fallen. Unsere medizinische Abteilung macht Joelle wieder fit, ein wichtiger Aspekt, der sich noch auszahlen sollte.
Die Zeit verrann, die Kräfte schwanden. Der Gegner wurde immer stärker, aber alle kämpften dagegen an. Die Stimmen der Trainer leisteten Höchstarbeit. Angriff um Angriff wurde vereitelt, die Zeit lief für uns. Alle nach hinten, nur noch verteidigen. Das Ziel war so nahe und dann war er da, der Moment, auf den man so lange hingearbeitet hatte. Der Schiedsrichter beendete das Spiel und den Emotionen wurde freien Lauf gelassen. Alle Spielerinnen stürmen das Feld und die vergossenen Tränen waren vergessen. Andere Tränen, die der Freude, wurden vergossen.


Meister, das unglaubliche war wahr geworden. Aber da war ja noch etwas, ja genau einen Punkt Vorsprung war es, der die Meisterschaft entschied und den man 6 Spieltage lang verteidigt hatte.

 

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