Neues Vereinsheim

Vereinsheim des SV Menden 1912 e.V. als Mehrgenerationenhaus
des Sports Projektzeitraum vom 19.10.2005 bis 26.10.2008



Mit der feierlichen Einweihung der Ehrentafel aller Freunde, Förderer, Helfer und Sponsoren des Bauvorhabens „Vereinsheim als Mehrgenerationenhaus des Sports des SV Menden 1912 e.V.“ wurde am Sonntag, den 26.10.2008 das Bauvorhaben nach 3 Jahren durch das Projektteam abgeschlossen.

Der Vorsitzende des SV Menden dankte und ehrte alle Mitglieder des Projektteams (s. Foto) aufgrund ihrer außerordentlichen Verdienste für den SV Menden 1912 e.V. mit der blau-weißen Verdienstnadel in Silber.


v.l.n.r.: Karl-Heinz Eutebach, Erich Pötz, Luise Heinen, Peter Fey, Claudia Kohlen, Jörg Lindlar, Edgar Bastian

 

Hier die wesentlichen Meilensteine des Projektes:

Planungsbeginn 19.10.2005
Baugenehmigung 27.09.2006
Spatenstich 15.10.2006
Richtfest 19.01.2007
Fertigstellung der Funktionsräume 28.07.2007
Einweihung der Vereinsräume 24.05.2008
Bauabnahme 23.10.2008
Einweihung der Ehrentafel und des Boulefeldes 26.10.2008




Die Geschichte des Vereinsheimes und Mehrgenerationenhaus des Sports in Menden



Am 19.10.2005 hatte der SV Menden eine Schadensmeldung wegen Schimmelverdacht an den Fachbereich Gebäudemanagement der Stadt Sankt Augustin abgegeben. Eine Untersuchung durch ein Sachverständigenbüro kam zu dem Ergebnis, dass eine Gesundheitsgefährdende Schimmelbelastung vorliegt und das Gebäude erhebliche Schäden aufweist. Das Sportlerheim wurde im Oktober geschlossen und kann nur noch abgerissen werden.

Ein Sprichwort unbekannter Herkunft sagt: „Es gibt Berge, über die man hinüber muss, sonst geht der Weg nicht weiter.“ Vor dieser Situation stand der SV Menden nach der Schließung seines Vereinshauses im Oktober 2005.

Bereits einen Tag später, am 20.10.2005, fand eine Besichtigung des Sportlerheimes durch die Ratsmitglieder der Orte Menden und Meindorf statt. Alle Fraktionen waren sich einig, dass für den SV Menden etwas getan werden musste. Allerdings war ein Neubau durch die Stadt bei der angespannten Haushaltslage nicht finanzierbar. Der SV Menden wurde gebeten und motiviert, das Bauprojekt in Eigenregie zu übernehmen. Um keine Zeit zu verlieren, sollte der Verein bis zur Haushaltsberatung der Stadt Sankt Augustin, Anfang November 2005, eine Planung mit entsprechender Finanzierung vorlegen.

Der 1. Vorsitzende des SV Menden, Matthias Hofenbitzer, musste auf Grund dieser Aus-gangslage unverzüglich handeln, um dem Verein und vor allem der Jugend des Vereins eine Zukunft bieten zu können. In mehreren Gesprächen konnte er Peter Fey und die Architektin Claudia Kohlen gewinnen, das Wagnis des Neubauprojektes „Vereinsheim SV Menden“ mit einzugehen und diese erste Planung mit entsprechender Kostenkalkulation bis zu dem Termin zu erarbeiten.

Nachdem der Entwurf vorher mit der Verwaltung abgestimmt wurde, konnte am 28.11.2005 allen Fraktionen die Planung mit den entsprechenden Finanzierungsvorschlägen des SV Menden vorgestellt werden. Diese Planung berücksichtigte vier Umkleiden mit Duschen, einen Schiedsrichterraum mit Toilette und Dusche, einen Technikraum, einen Geräteraum, ein Vereinsheim und einen speziellen Raum für die Jugend. Alle Fraktionen des Stadtrates konnten mit diesem Konzept des SV Menden überzeugt werden und signalisierten für die Haushaltsberatung ihre Zustimmung, d.h. die Zustimmung für das Gesamtprojekt und einen Zuschuss von 381.000 €. In der Ratssitzung im Dezember wurde dann der Investitionskostenzuschuss von 381.000 im Haushalt der Stadt eingestellt.

In der Genehmigungsverfügung der Kommunalaufsicht zum Haushalt wurden dann leider diese Mittel gesperrt. Es bestanden auf Grund der Haushaltslage erhebliche Bedenken, da das Bauvorhaben dem freiwilligen Bereich zugeordnet wurde. Mehrere Gespräche seitens des Vereins und der Stadt mit der Kommunalaufsicht konnten daran nichts ändern. Somit rechneten alle Beteiligten mit einer erheblichen Reduzierung des Zuschusses. Am 30.05.2006 konnten Bürgermeister Klaus Schumacher und der damalige Beigeordnete Kon-rad Seigfried in einem persönlichen Gespräch mit dem Landrat Fritjof Kühn das Bauvorha-ben doch noch retten. Der Landrat folgte den vorgetragenen Argumenten und stimmte einem Zuschuss in Höhe von von 350.000 € zu, sofern der SV Menden eine gesicherte Gesamtfinanzierung des Projektes vorlegen kann.

Für die Zukunft des Sports und der Jugendarbeit in Menden, war das die wichtige Entscheidung und damit der Startschuss für das Projekt. Zur Umsetzung des Bauprojektes beauftragte der Vorstand des SV Menden ein aus Fachleuten besetztes Projektteam. Das Team sollte das Bauvorhaben, in Verantwortung gegenüber dem Vereinsvorstand, pla-nen und realisieren. Das Projektteam bestand aus dem Leiter Peter Fey, der Architektin Claudia Kohlen, dem Verwaltungsspezialisten Jörg Lindlar, dem Baufachmann Karl-Heinz Eutebach, sowie Luise Heinen, Erich Pötz und Edgar Bastian, die folgende Aufgaben hatten:

1. Gründung eines Fördervereines zur Finanzierung der Bau- und Folgekosten für den Vereins- und Jugendraum (die Funktionsräume obliegen der Stadt Sankt Augustin).
2. Planung, Finanzierung und Durchführung der Neubaumaßnahme „Neues Sportlerheim des SV Menden 1912 e. V.“



Noch während Deutschland im Fußballfieber lag und das „Sommermärchen“ der Welt das Beispiel eines friedlich feiernden Volkes bot, schmiedete der SV Menden das Eisen. Am 9. Juli, dem Tag des Endspiels, wurde im Saal der Vereinsgaststätte „Goldene Ecke“ der Förderverein „Freunde und Förderer des SV Menden 1912 e.V.“ gegründet.

Das Projektteam sorgte dafür, dass bereits im September 2006 die Baugenehmigung für das Sportlerheim erteilt wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte die Planung in Zusammenarbeit mit der Stadt Sankt Augustin, die zusätzlich noch alle Planungskosten getragen hat. Mit Erteilung der Baugenehmigung wurde der SV Menden 1912 e.V. erstmals Bauherr.

Das Projektteam entschied, für das Bauvorhaben grundsätzlich nur ortsansässige oder ortsnahe Firmen zu beauftragen. Hiervon versprach man sich eine hohe Identifizierung mit dem Bauwerk und damit eine zügige und qualitativ hohe Bauausführung.

Schon Ende September 2006 fingen die vorbereitenden Arbeiten auf dem Sportplatzgelände an der Fritz-Schröder-Straße an. Die Firma Dahlhausen und Kruthoff begann Anfang Oktober 2006 mit der Erstellung des Rohbaus. Am Sonntag, den 15. Oktober 2006 dann der große Tag für den SV Menden - Der erste Spatenstich!

Dank des milden Winters gingen die Bauarbeiten zügig voran. So konnte der SV Menden bereits am 19. Januar 2007 in einer vereinsinternen Veranstaltung das Richtfest feiern.
Nach insgesamt nur zehnmonatiger Bauzeit dank des hohen Einsatzes der Baufirma und natürlich auch erheblicher Eigenleistungen des Vereins war es soweit. Pünktlich zum Start der vereinseigenen Sportwoche am 25. Juli 2007, konnte der SV Menden die ersten Umkleidekabinen, den Schiedsrichterraum und die Außenterrasse nutzen. Damit konnten sich die Sportler nach über eineinhalb Jahren endlich wieder vernünftig umziehen und duschen.

Nach weiteren 10 Monaten, am 24. Mai 2008 waren nun auch der Jugend- und Vereinsraum mit Küche, sowie die komplette Außenanlage fertig gestellt. Das Vereinsheim kann nun nicht nur dem SV Menden dienen, sondern steht als Mehrgenerationenhaus des Sports auch für alle Ortsvereine, alle Mendener und deren Gäste.

Die Errichtung der Funktionsräume kostete 512.500,- €, die Vereins- und Nebenräume 202.500,- € und der Jugendraum 50.500,- €. Die schöne Terrasse mit teilweiser Überdachung und großen Schirmen wurde für 76.000,- € errichtet, so dass das Gebäude insgesamt 841.000,- € gekostet hat.

Als Abschlusspunkt wurden am Sonntag, 26. Oktober 2008 die Ehrentafel aller Freunde, Förderer, Helfer und Sponsoren und ein Boulefeld eingeweiht. Das Projektteam hat damit seinen Auftrag erfüllt und hat sich mit der „Schlüsselübergabe“ an den 1. Vorsitzenden als Team auflöst. Alle Mitglieder des Projektteams bleiben dem SV Menden in Funktionen des Vereins oder des Fördervereins erhalten und werden so auch die künftige Entwicklung maßgeblich weiter mit gestalten können.

 
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